tagebuch


13.01.08


Engelberg Yucatan (von Andi)



Endlich mal wieder in die Schweiz. Alle freuten sich, mal wieder im Yucatan in Engelberg spielen zu können. Aber vor dem Vergnügen kommt ja bekanntlich die Arbeit, und die hatte an diesem Samstag unser lieber Manne. Erste Hürde, die Band einsammeln. Bei uns kommt das dem Domptieren eines Sacks Flöhen gleich, und dann kam der Kampf mit den Schweizer Grenzbeamten und dem Navigationssystem. Auch hier siegreich kam das dicke Ende ab noch, Bergetappe kurz vor Engelberg. Nicht die Berge die man in Oberschwaben kennt, hier war ein Blizzard unterwegs, der die Passstraße in die Manege von "Stars auf Eis" von und mit Manfred S. verwandelte. Trotz neuer Winterreifen und jeder Menge Anlauf wollte unser Bus partout nicht so, wie Manne wollte. Da hilft nur eins: Überflüssiger Ballast raus aus dem mollig-warmen Fahrgastraum und ab auf die Hinterachse. Bei uns heißt das Schlagzeuger, Keyboarder, Gitarrist, Trompeter und Posaunist ab in den Kofferraum. (Überlegt mal wer noch vorne sitzen dufte).

Dank einer Tonne mehr Anpressdruck war die Straße für den Sprinter kein Problem. Viel zu spät zum Soundcheck, aber genau richtig zur Happy Hour kamen wir also im Yucatan an. Arbeit getan, ab hier kam das Vergnügen.
Gefühlte Fakten zum Auftritt: 5 Stunden Auftritt, 5 Liter Flüssigkeitsverlust (konnte aber schnell wieder aufgefüllt werden) und 50 Grad Celsius auf der Bühne. Genau unser Biotop also.

Und dann der Anfang vom Ende. Vor der Zugabe kam Roger unserem Verlangen nach Schmerzbetäubung nach, Wodka pur, unsere Spezialdisziplin. Es blieb aber nicht dabei. Das Barpersonal und vor allem Clubchef Roger haben uns derartig unter den Tisch gesoffen, dass sich das Feld stündlich ausgedünnt hat. Um 7 Uhr morgens bin ich als letzter mit Roger aus dem Club, aber da war schon stundenlang klar, heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage!